Eigentlich ein genialer biologischer Mechanismus, der es Lebewesen auch ohne Sprache ermöglicht, ihren Nachkommen essentielles Wissen zu vermitteln und das Fortbestehen der Art zu sichern.
Was aber, wenn Deine emotionale Blaupause dir nicht länger dient? Wenn es bei deiner eigenen Geburt „nicht artgerechte“ und unschöne, ja traumatisierende Geburtspraktiken gab (die als „normal“ galten oder noch gelten), oder medizinische Komplikationen, emotionale Katastrophen wie Trennungen oder andere Dinge, die nicht unter den Begriff „liebevoll“ zusammengefasst werden können.
Ist eine selbstbestimmte, schöne Schwangerschaft und Entbindung Dir dann verwährt? Nein! Wenn Du dennoch eine selbstbestimmte Geburt erleben willst, was absolut möglich ist, bieten sich zur Vorbereitung einige konkrete Maßnahmen an, denen wir uns durch Körper-, Gefühls- und Atemarbeit (nach der Birth-into-Being/Elena Tonetti) widmen. Dies gilt ebenso für den Vater des Kindes (was ich gar nicht genug betonen kann) und umfasst folgende Punkte:

  • Dein eigenes Geburtstrauma auflösen:Während ein Kind geboren wird, prägt sich ihm seine Geburtserfahrung ein, wie auch immer sie war. Sein Körper erinnert sich: So geht gebären, so fühlt sich das an. Viele Jahre später, wenn eine Frau dann selbst Mutter wird bzw. ein Mann Vater, aktiviert sich diese unbewusste Erinnerung, und es reproduziert sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Geburtsszenario, das dem selbst Erlebten ähnelt.
  • Dich noch schwelenden alten und aktuellen Konflikten stellen und sie auflösen: Durch die besondere Atmung und die Geburtstrance wird der relativierende Neokortex heruntergedimmt:
In diesem primären Zustand kommen alle Probleme ans Licht, wollen gesehen und aufgelöst werden – und stören die Geburt. Alle Probleme – das kann unter anderem bedeuten: Missbrauchsthemen, Schwiegermutterstress, oder Unausgesprochenes mit dem Kindsvater bis zu Konflikten mit medizinischem Personal, falls da welches sein sollte…
  • die Geburtstrance üben und einen Geburtsplan haben:
 Wer keinen eigenen Plan hat, wird Teil des Planes von jemand anderem. Das gilt auch für die Geburt. Ort und Begleitung wollen weise gewählt sein, auch ist es vorteilhaft, über übliche Interventionen und deren Nebenwirkungen detailliert Bescheid zu wissen. Bestimmte Geburtspositionen zu kennen ist schön, noch wichtiger ist es aber, den Zustand des spezifischen „Seins“ (vs. „Machens“) zu üben. Gebären folgt dem weiblichen Prinzip des Seins, und auch hier geht es darum, dass die Frau empfänglich ist für das, was während der Geburt mit ihrem Körper geschieht, und dass sie dem folgt (get out of your own way!). Trancedance ist eine gute Möglichkeit der Vorbereitung – und natürlich ekstatische Sexualität (üben wir nicht im Workshop :-)).

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