Warum Spermien Maiglöckchenduft lieben

Wie riecht ein See im Sommer? Keine leicht zu beantwortende Frage, denn unser Duftvokabular ist oft dürftig. Riechen ist ein vernachlässigter Sinn. Das bewusste Riechen kommt im Alltag oft zu kurz, und damit auch das bewusste Atmen.
Ich benutze ätherische Öle nicht nur als nach Stimmung und Anlass selbstgemischtes persönliches Parfüm oder zur Raumbeduftung, sondern vor allem, um zwischendurch immer wieder aus dem Kopf in den Körper, vom Stressmodus in den Entspannungsmodus zu kommen. (Sich gleichzeitig auf die Komposition eines Duftes zu konzentrieren und an eine to-do-Liste zu denken ist schwierig. Und es ist spannend, sich auf das Wahrnehmen verschiedener Anteile und Schichten eines Duftes einzulassen, und sich darin zu üben.)
Ätherische Öle sind ein verführerischer Anlass, an der frischen Luft einige tiefe Atemzüge zu nehmen. (Wir regulieren unseren ph-Level im Körper großteils durch das Atmen!). Dazu braucht man nur 5 Minuten und eine kleine Flasche Ätherisches Öl. Oder mehrere. Statt Zigarette.
Ätherische Öle sind ein wunderbares, luxuriöses Geschenk der Natur. Sie sind das durch Sonnenlicht und Chlorophyll entstandene Blut der Pflanzen, das jeweils spezifische Informationen über ihren Herkunftsort speichert und entsprechende Attribute besitzt. Du kannst Dir ganz einfach diese Essenzen sommerlicher Pfanzen, die gerade auf der Nordhalbkugel Winterschlaf halten, ins Haus holen und ihre wohltuende Wirkung spüren. Wenn Du den Duft eines ätherischen Öls riechst, wandern Duftmoleküle mit der Luft durch Deine Nase, passieren 50 Millionen Geruchsrezeptoren und wirken direkt aufs limbische System. Dort rufen sie Erinnerungen wach, oder werden mit neuen Eindrücken abgespeichert. Das limbische System verarbeitet nicht-kognitiv abgespeicherte Gefühle und Erinnerungen. Der Geruchssinn ist hierbei essentiell und steuert auch die sexuelle Anziehung. Übrigens: Eizellen sollen nach Maiglöckchen duften und so finden die Spermien, die Geruchsrezptoren haben, ihren Weg! Einfach immer der Nase nach … da fragt man sich natürlich, ob die Eizelle auch Geruchsrezeptoren hat und, naja, ob sie dann auch entscheidet: Den kann ich riechen, und uij, den ja gar nicht, die Tür bleibt mal schön zu … Bei uns weiblichen Multizellgebilden ist es auf jeden Fall so.
Reine ätherische Öle (therapeutischer Qualität, also höchsten Reinheitsgrades und höchster Wirkpotenz der verarbeiteten Pflanzen) hinterlassen übrigens nach einiger Zeit keine Fettflecke, wenn man sie beispielsweise auf ein Löschpapier tropft…dafür machen sie unglaublich gute Laune! Purer limbischer Luxus.

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